Fachsupervision

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Seit 2015 bin ich anerkannte Fachsupervisorin von Physioswiss. Genauere Informationen findest Du hier.

Motivation vorhanden, Umsetzung schwierig…

Kommt Ihnen dies bekannt vor?

„Vielen Menschen fällt es schwer, das, was sie sich vorgenommen haben, auch in die Tat umzusetzen.
Auch dann, wenn sie hoch motiviert sind, gelingt es ihnen oft nicht, entsprechende Handlungen folgen zu lassen.“ (Fuchs, Göhner und Seelig, 2007)

Mir ja! Wie oft hört man den Spruch „man muss nur wollen“. Es geht eben nicht nur ums Wollen oder die Motivation sondern auch um die Fähigkeit, Ziele umsetzen zu können.

Gerne unterstütze ich Sie bei diesem Schritt.


Wissenschafltiche Hintergrundinformationen zu diesem Thema
Motivation-Volition-Prozessmodell

Das MoVo-Prozessmodell wurde von Fuchs und Göhner basierend auf der Social-Cognition-Forschung aus dem angloamerikanischen Raum und auf der deutschsprachigen Volitionsforschung (Brinkmann, 2014) zur Unterstützung und Aufrechterhaltung eines körperlich-aktiven Lebensstils (Fuchs et al., 2010) entwickelt. Die MoVo-Intervention integriert, wie die meisten bisherigen Programme, nicht nur die Stärkung der Motivation, „sondern fördert auch die Selbststeuerungsfähigkeit, um aus blossem Absichten tatsächliches Handeln werden zu lassen (Volition)“ (Fuchs et al., 2010, S. 270). „Das MoVo-Prozessmodell geht davon aus, dass der Aufbau und die Aufrechterhaltung eines gesundheitsschützenden Verhaltens (z. B. eines kontinuierlichen Sportverhaltens) im Wesentlichen von fünf psychologischen Faktoren abhängig ist (Fuchs,
2007, S. 318).“

Faktoren für eine effektive Verhaltensänderung:

  1. Starke Zielabsicht
  2. Hohe Selbstkonkordanz d. h. das Ziel entspricht stark den eingene Wünschen
  3. Realistische Umsetzungspläne
  4. Wirksame Strategien der Handlungskontrolle und wirksames Barrierenmanagment
  5. Positive Konsequenzerfahrung mit dem neuen Verhalten
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(Fuchs, Göhner und Seelig, 2007, Zuordnung zu den Prozessen von Messner, 2011)
Planungsintervention

Planning is regarded as highly valuable in the process of health behaviour change. It bridges the gap between behavioural intentions and health behaviour. To further develop this concept, a distinction is made between action planning and coping planning. The latter refers to the mental simulation of overcoming anticipated barriers to action. (Sniehotta, Schwarzer, Scholz und Schüz, 2005)

 

Masterarbeit: Planungsinterventionen in der muskuloskettalen Physiotherapie


Einfluss einer zusätzlichen Planungsintervention auf die Zielerreichung mittels Goal Attainment Scale in der muskuloskelettalen Physiotherapie. Eine randomisierte kontrollierte Studie.

Nach einem Überblick über die aktuelle Studienlage, erfahren Sie mehr über die in der Masterarbeit integrierte Studie.


b7_studienfroschStudien zeigen signifikante Outcomes mit Planungsinterventionen.

Ein Motivationsprogramm (Aufklärung, Barrierenmanagement, schriftliche Abmachungen, Übungstagbuch, etc.) verbesserte den Disability Score, die Schmerzintensität und die Arbeitsfähigkeit in der Interventionsgruppe doppelt so gut wie in der Kontrollgruppe, beide waren signifikant besser. (Friedrich, Gittler, Arendasy, Friedrich, 2005)

Ein viermonatiges Rückentraining mit Motivationsinterventionen (inkl. konkrete Trainings-und Zeitplänen und Barrierenmanagement) zeigte signifikante Verbesserung in der Adhärenz, der Rumpfkraft und im Verhalten. (Nicolaus, 2010)

Durch ein volitionales Interventionsgespräch mit Erstellung von Handlungs- und Bewältigungsplänen und Handlungskontrollstrategien lässt sich die Adhärenz von Patienten steigern. (Messner, 2011)

Das standardisierte Interventionsprogramm MoVo-LISA kann nachhaltig  zum Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils beitragen. (Fuchs, Göhner, Seelig, Fleitz, Mahler und Schittich, 2010)

Die Intervention in unserer Studie war stark an dieses Motivations-Volitions-Kozept von Fuchs et al. angelehnt.

Die Benützung von Zahnseide konnte mit Wann-Wo-Wie-Plänen signifikant gesteigert werden. Die Intervention war bei den 32 Probanden in der volitionalen Phase effektiver als bei den 56 Probanden in der motivationalen Phase. (Schüz, Wiedemann, Mallach und Scholz, 2009)

Die Quellenangaben finden Sie unten.


Mein Fazit aus der Studie

Mein persönliches Fazit aus unserer Bild zu unserer StudieStudie
und dem dafür erarbeiteten Hintergrundwissen aus der Gesundheitspsychologie:

  • Wir konnten keine verbesserte Zielerreichung durch den Einsatz von Planungsinterventionen belegen. Dies hängt höchstwahrscheinlich stark mit einem systematischen Bias (Fehler) zusammen. Für weitere Studien sollten andere Assessments neben der Goal Attainment Scale gewählt werden, da diese zugleich ein Assessment und eine Intervention ist.
  • Klare Therapiezieldefinierungen unterstützen den Therapieprozess und das Therapieresultat positiv. Sie brauchen Zeit und sind vorerst für viele Patienten ungewohnt.
  • Die Wirkung von aktiver Therapie ist eindeutig wissenschaftlich belegt. Deren Umsetzung braucht freie Ressourcen sowie die Motivation und Fähigkeit zur Verhaltensänderung. Therapeuten mit Kenntnissen aus der Gesundheitspsychologie bieten Unterstützung durch Techniken, wie sie in der Planungsbroschüre der Studie von uns angewandt wurden.

Dieses Wissen lasse ich in meine Therapien insbesondere in die HeadMind-Therapie, BackMind-Therapie und die PhysioMind-Therapie einfliessen. Die Planungsbroschüre der Studie setze ich bei Bedarf gezielt ein.


Die Masterarbeit wurde in keiner wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte gerne persönlich an mich.


Quellenangaben:
Friedrich, M., Gittler, G., Arendasy, M. & Friedrich, K. (2005). Long-term effect of a combined exercise and motivational program on the level of disability of patients with chronic low back pain. Spine, 29(9),
995-1000.
Fuchs, R., Göhner, W. & Seelig, H. (2007). Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils: Theorie, Empirie und Praxis (1., Aufl.). Göttingen: Hogrefe Verlag.
Fuchs, R., Göhner, W., Seelig, H., Fleitz, A., Mahler, C. & Schittich, I. (2010). Lebensstil-integrierte sportliche Aktivität: Ergebnisse der MoVo-LISA Interventionsstudie. Bewegungstherapie und Gesundheitssport, 26(06), 270-276
Göhner, W. & Schlicht, W. (2006). Preventing chronic back pain: evaluation of a theory-based cognitive-behavioural training programme for patients with subacute back pain. Patient Educ Couns, 64(1-3), 87-95.
Göhner, W. & Fuchs, R. (2007). Änderung des Gesundheitsverhaltens: MoVo-Gruppenprogramme für körperliche Aktivität und gesunde Ernährung (1. Aufl.). Hogrefe: Göttingen.
Messner, T. (2011). Adhärenz in der Physiotherapie: Entwicklung und Evaluation einer Intervention zur Steigerung der Adhärenz in der ambulanten Physiotherapie. Heruntergeladen von http://kops.uni-
konstanz.de/handle/123456789/17471 am 04.11.2015
Nicolaus, M. (2010). Adherence von Krafttraining und rückengerechtem Verhalten bei Patienten mit Beschwerden der Lendenwirbelsäule: Durchführung eines sporttherapeutischen Trainingsprogramms
und eines spezifischen Verhaltenstrainings zur Vermeidung chronischer Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule. Heruntergeladen von http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2010/5759/
am 10.01.2016
Sniehotta, F. F., Schwarzer, R., Scholz, U., & Schüz, B. (2005). Action planning and coping planning for long-term lifestyle change: theory and assessment. European Journal of Social Psychology, 35(4),
565–576.
Schüz, B., Wiedemann, A.U., Mallach, N. & Scholz, U. (2009). Effects of a short behavioural intervention for dental flossing: randomized-controlled trial on planning when, where and how. J Clin Periodontol,
Jun/36(6), 498-505.

Tinnitus

Tinnitus kann viele unterschiedlichen Ursachen haben wie beispielsweise Gehörverlust, Schalltrauma oder Stress. In der Literatur werden auch Zusammenhänge mit dem somatosensorischen System der Halswirbelsäule oder dem Kiefer beschrieben. Hier setzt die HeadMind-Therapie (u. a. spezialisierte Physiotherapie) an.

Zusammenhänge zum Kiefer

  • Prävalenz von CMD (Craniomandibläre Dysfunktion) bei Tinnitus: 36% – 59% (u.a. Ramirez et al. 2007)
  • Prävalenz von Tinnitus bei CMD: 8x häufiger (u.a. Bürgers et al. 2014)

Evidenz für Behandlungen des cervicogenen somatischen Tinnitus

  • Therapie an der Halswirbelsäule kann einen positiven Effekt bei Patienten mit subjetivem Tinnitus und kombinierten Nackenbeschwerden haben (Michiels et al., 2016).
  • Manualtherapie obere Halswirbelsäule (Oser und Steinhäuser 2010)
  • Dehnung suboccipital und Haltunsverbesserung (Latifpour et al. 2009)
  • Mobilisation Halswirbelsäule mit Weichteiltechniken (Cherian et al. 2013)
  • Manualtherapie und Entspannungstechniken: 35% (Kisser et al. 2013)
  • Manualtherapie 60% (Bakker und Oostendorp, International Tinnitus Seminar, 2014)
  • Cervical Tinnitus: A source is damage to the neck.

Dysfunktion der Bewegungskontrolle als eine Subgruppe von nonspezifischen Rückenschmerzen

There is a clear and significant difference between patients with LBP compared to healthy controls in their movement control (Hannu Luomajoki, 2012)

Patienten mit lumbalen Rückenschmerzen und gesunde Probanden zeigen einen klaren und signifikanten Unterschied in deren Bewegungskontrolle.

Powerpoint-Präsentation am Physio Congress in Genf, 2012

Studie: Movement control tests of the low back_Luomajoki_2008

Einfluss der Behandlung temporomandibulärer Störungen bei Patienten mit chronischen zervikogenen Kopfschmerzen

Die Behandlung der temporomandibulären Region bei Patienten mit zervikogenen Kopfschmerzen hat eine positive und langfristig anhaltende Wirkung. (Piekartz & Lüdtke, 2011)

Einfluss der Behandlung temporomandibulärer Störungen bei Patienten mit chronischen zervikogenen Kopfschmerzen