Funktionelle Augentherapie – Visualtraining

In der HeadMind-Therapie wird bereits in der ersten Sitzung abgeklärt, ob die Augen bzw. die Fähigkeiten der visuellen Wahrnehmung einen Einfluss auf Ihre Beschwerden haben. Die Belastung der Augen ist in den letzten Jahren u. a. durch die Computerarbeit gestiegen. Dieser Faktor wird bei Bedarf in die Therapie integriert.

20% der Informationen, die von unseren Augen aufgenommen werden, sind für unsere Halswirbelsäule bestimmt. Sie werden beispielsweise zur Stabilisierung oder zur richtigen Ausrichtung unseres Kopfes gebraucht.

Ein gutes Bild von unseren beiden Augen-Kameras ist in unserem System evolutionsbedingt sehr hoch gewertet. Ist das Bild z.B. verwackelt oder die Verarbeitung dieser Bilder ist fehlerhaft, versucht der Körper z.B. durch erhöhte Spannung der Nacken- oder Kiefermuskulatur oder mit asymmetrischen Kopfhaltungen ein bestmögliches Bild zu erhalten. Dies kann ein Nährboden für Beschwerden im Nacken, am Kopf, im Kiefer oder im Gesicht oder für Schwindel sein. Vielleicht realisieren Sie auch „nur“ eine reduzierte Konzentration. Laufen auf wackeligen Steinen kostet Sie beispielsweise auch mehr Energie als auf stabilem Boden. So braucht eine gute Visuelle Wahrnehmung bei Defiziten viel mehr Energie z.B. beim Lesen.

Dank intensiven Weiterbildungen bei einer Funktionaloptometristin und vertiefende CRAFTA-Kurse habe ich das Spezialwissen über diese Zusammenhänge und kann Basistests aus der Funktionaloptometrie selbstständig durchführen sowie ein Visualtraining anbieten. Ich bin weder in der Augenoptik ausgebildet noch habe ich ein Studium in der Funktionaloptometrie. Meine Grenzen sind mir bewusst, so dass ich je nach Testergebnis oder Grundproblematik mich mit der Funktionaloptometristin austausche oder Patienten an sie weiterweise.

 

Rendez-vous Bundesplatz 2016
Auge auf dem Bundeshaus (Rendez-vous Bundesplatz 2016)

Beispiel aus der Praxis:
Frau A. hat Kieferbeschwerden. Bei der Untersuchung ist die leicht gedrehte Kopfposition sowie Verspannungen in der oberen Halswirbelsäule auffällig. Die Testung der Augen ergeben, dass sie leichte Schwierigkeiten mit der Fusion der Bilder vom linken und rechten Auge hat. Dies führt zur leicht gedrehten Kopfposition um dominant mit dem stärkeren Auge zu sehen. Als Therapie macht sie eine einfache Übung zur Verbesserung der Fusion, korrigiert die Kopfposition im Alltag und verbessert die Koordination der Kiefermuskeln. Sie ist nach kurzer Zeit beschwerdefrei.