Konzept der HeadMind-Therapie nach Staub

Therapiekonzept

Das Konzept wird am Beispiel der HeadMind-Therapie beschrieben. BackMind- und PhysioMind haben die gleichen Konzeptgedanken dahinter, jedoch eine andere Zusammenstellung der Therapieansätze.
Die Grundbausteine meiner HeadMind-Therapie sind aus der manuellen Maitland-Konzept. Zusätzlich werden Planungsinterventionen aus der Gesundheitspsychologie und Methoden aus dem Gesundheitscoaching integriert. Das Zusammenspiel zwischen Nacken, Kiefer, Augen, Kopf und Haltung des ganzen Körpers sowie deren beitragenden Faktoren steht im Zentrum. Das dazugehörige Fachwissen erlangte ich aus der CRAFTA-Therapie, vielen wissenschaftlichen Artikeln und dem interdisziplinären Austausch mit Physiotherapeuten, Ärztent_hm_k_zahnraeder1 und Funktionaloptometristen. Das individuelle Zusammenfügen von verschiedenen Ansätze aus mehreren bestehenden Konzepten macht meine HeadMind-Therapie aus, so dass Patienten mit Beschwerden am Kopf eine erfolgreiche Therapie zur Auswahl haben.

 


Hintergrundinformationen

Zum besseren Verständnis, gehe ich kurz auf einige der Hypothesenkategorien aus dem Maitland-Konzept ein. Anschliessend folgen einige Beispiele aus der Praxis.

Unter der Hypothesekategorie Quellen der Symptome werden die Strukturen (Gelenke, Muskel, Faszien, Nerven, Gefässe etc.) beschrieben, die für den Schmerz verantwortlich sind. Muskelverhärtungen in den Kiefermuskeln oder im vorderen Halsmuskel können beispielsweise Schmerzen im Kopf, in den Zähnen oder im Ohr auslösen.

Unter der Hypothesenkategorie beitragende & unterhaltende Faktoren werden Faktoren beschrieben, die zur Entstehung oder Fortbestehen des Problems führen. Dies können physisch/körperliche Faktoren z. B. vorgeschobene Kopfhaltung, häufiges Kaugummi kauen, psychische Faktoren z. B. Stress, Druck, Emotionen oder Faktoren des Krankheitsverhaltens z. B. Umgang mit Schmerz sein.

Häufig führt die Behandlung allein der „Quellen der Symptome“ bei länger bestehenden Problemen  nicht zum länger andauernden Erfolg.
Viele Faktoren spielen zusammen und bringen ein Fass zum Überlaufen. Unser Körper hat eine grosse Kompensationsfähigkeit und nicht jedes belastete Gewebe macht Schmerzen. So ist es oft nicht nötig jeden Faktor zu eliminieren. Zusammen finden wir heraus, welche veränderbar sind.

Beispiele:

a. Herr A. hat das „Mödeli“, wenn er konzentriert ist, den Kiefer nach vorne zu schieben. Er kommt mit Beschwerden im Ohr in die Therapie. Verspannungen in den Muskeln, die diese Bewegung machen, führen zu diesen Schmerzen. Doch wieso ist diese Muskulatur überlastet? Herr A. realisiert sein „Mödeli“ und verändert es mit Hilfe von Erinnerungsstützen im Alltag. Zusammen mit einer Behandlung der Verspannung und Verbesserung der Koordination der Kiefermuskeln wird er beschwerdefrei. Nur die Behandlung der Schmerzquelle hätte nicht zum Erfolg geführt.

b. Frau B. kommt mit Kopfschmerzen in die Therapie. Viele Therapien hat sie schon ausprobiert. Die Halswirbelsäule wurde gut behandelt. Funktionelle Teste der Augen lösen ihre Beschwerden aus. Die Augenmuskeln sind überlastet, möglicherweise durch eine unfallbedingte funktionelle Fehlstellung. Basisübungen für die Augen reduzieren die Beschwerden deutlich. Sie ist motiviert nun auch an den anderen Faktoren zu arbeiten.
Weitere funktionaloptometristische Abklärungen wären weitere Möglichkeiten.

c. Herr C hat Verspannungskopfschmerzen, meistens bei der Arbeit. Der Arbeitsplatz ist ergonomisch korrekt. Die Behandlung der Nacken- und Schultergürtelmuskulatur führt kurzfristig zur Linderung. Nach genauer Analyse der Faktoren erkennt Herr C, dass die Beschwerden an Tagen mit hohem Arbeitsdruck verstärkt sind und dass er in diesen Situationen die Schulter hochzieht. Bei ihm reichte bereits das Erkennen der Zusammenhänge. Er lernte, wie seine Schulterposition ihm aufsteigenden Druck signalisierte und welche Strategien er dagegen anwenden konnte z. B. kurze Pausen oder Atemübungen.
Individuelles oder begleitetes Erlernen von Stressmanagement oder ein Gesundheitscoaching wären weitere Strategien gewesen.

Eine weitere Hypothesenkategorie ist Behandlung und Management. Gemäss der Forschung ist der Erfolg beim Umstellen zu einem aktiven Lebensstil mit Planungsinterventionen höher. Diese Planungsinterventionen aus der Gesundheitspsychologie unterstützen Sie bei der Integration von individuellem aktiven Training oder Veränderung einer Haltung zur Verbesserung oder Entlastung der Schmerzquelle.

t_hm_k_zahnraeder2Bei Fragen zu meinem HeadMind-Konzept stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.